Saisonende
Arielle Kommentare 4 Kommentare
Im Oktober geht die Segelsaison für uns nun unweigerlich zu Ende. Aber vorher haben wir noch einen Abstecher auf die Watteninsel Terschelling machen können. Unsere Sehnsuchtsinsel hatten wir schon seit zwei Jahren nicht mehr besucht. Im September hatte es nicht geklappt, wegen entweder zuviel Wind (da sind wir lieber im geschützteren Ijsselmeer geblieben) oder gar kein Wind (da sind wir in Friesland mit dem Fahrrad getourt). Das Motoren waren wir so leid, nachdem wir auf unserem Rückweg aus England viel zuviel davon gehabt hatten.
Aber Anfang Oktober passte einfach alles, eine frische Brise aus Westnordwest und ein Sonne/Wolkenmix und dazu noch relativ milde 17 Grad – perfekt. Wir schossen mit ablaufender Tide von Harlingen aus mit im Schnitt 9 kn auf Terschelling zu. Dort im Hafen angekommen konnten wir uns einen Liegeplatz an den ziemlich verwaisten Stegen aussuchen. Das sieht hier im Sommer ganz anders aus, da liegen die Boote im Päckchen quer durchs Hafenbecken. Einen wundervollen Tag verbrachten wir auf unser Lieblingsinsel, mit unseren Klapprädern und dann weiter zu Fuß erkundeten wir zum ersten mal die Westspitze der Insel mit ihrer gewaltigen Dünenlandschaft. Das Watt erstreckt sich weit nach Westen hinaus in die Nordsee und hier hat man einen guten Blick auf die Seehundbänke, die bei Ebbe trockenfallen.
Zurück in Hindeloopen mussten wir uns dann aber hurtig ans Ausräumen machen. Die Segel haben wir abgenommen und ordentlich gefaltet in die Segeltaschen gepackt. Auch Kissen, Plümos und Wäsche wurden in Segeltaschen verstaut, Seekarten, Segelgarderobe und die letzten Lebensmittel in Tüten und Taschen an Land gebracht. Es ist immer wieder erstaunlich, was für ein Fassungsvermögen so ein Schiffchen hat. Wenn der ganze Krempel dann an Land steht, kann man sich kaum vorstellen, wie das alles seinen Platz an Bord gefunden hatte.
Am Montag morgen fuhren wir dann in den Kran und an Gurten entschwebte Arielle dem Wasser. Da kam zum Vorschein, was ich schon mit Bangen befürchtet hatte. Der kleine Aufsetzer im Hafen von Newhaven hatte am Ruder seine Spuren hinterlassen. Ich hätte es besser wissen müssen, ich hatte ja gesehen wie wenig Wasser bei Niedrigwasser dort im Hafen bleibt. Doch beim Auslaufen am Morgen wollte ich unbedingt noch ein Abschiedsfoto von unseren Freunden machen, die am Steg standen und winkten. Und da ist es passiert… auuutsch. Jetzt hat das Ruderblatt eine Delle und mein Ego einen Knick…
Nun ja, bis zum nächsten Sommer wird wohl alles reparariert und vergessen sein. Pläne für 2026 haben wir übrigens noch keine … Ihr werdet von uns hören!!
4 Gedanken zu „Saisonende“
Danke für die schönen Eindrücke, Hauptsache ihr seid gesund, Dellen kann man reparieren.
Bis bald, Eule
Fortsetzung folgt….und ich freue mich‼️‼️‼️
Wie immer schöne Fotos – und so lange Ihr selbst keine Dellen mit nach Hause bringt, ist alles in Ordnung!
Was für eine tolle Segelsaison!! Glückwunsch und Gute Zeit im Heimatland!