Irische See
Arielle Kommentare 5 Kommentare
In Troon verließen uns unsere Bordgäste Juda und Avigail, die von hier den Zug nach Glasgow nehmen konnten. Für uns hieß es Abschied nehmen von dem wundervollen Schottland und die Heimreise anzutreten. Die sollte uns 350 Seemeilen quer durch die Irische See zurück an die Englische Südküste führen. Wir wollten diese Passage in drei Etappen bewältigen, über Howth und Arklow bis Newlyn in Cornwall. 5 Tage sollten wir dafür benötigen.
Die Irische See hat einen schlechten Ruf bei Seglern. Das hatten wir im Irish Seapilot gelesen. Die Kraft der Atlantischen Tidenströme, die hier auf relativ flache Gewässer treffen, erzeugen den „typical Irish Sea chop“, kurze steile Seen, die gelinde gesagt äußerst unangenehm sein können. Unsere Arielle schaukelt durch die Wellentäler, wurde immer wieder ausgebremst. Die Segel knallten, in den Schapps schepperte das Geschirr, die Töpfe, Pfannen und Dosen. Irgendwann packten wir entnervt die Segel ein und fuhren weiter unter Motor. Nur um ein paar Stunden später es noch einmal zu probieren mit dem Segeln. Das Spiel sollte sich ein paarmal wiederholen.
Die Stopovers in Howth und Arklow ermöglichten uns eine Pause von der Schauckelei und mal eine ruhige Nacht. Die war nur leider recht kurz in Howth. Um 4 Uhr früh klingelte der Wecker, die Gezeiten geben den Takt vor. Entlang der Irischen Küste sind die Tidenströme stark, so 2 bis 2,5 kn. Der Unterschied zwischen Tide mit oder gegenan macht dann 4 bzw. 5 kn aus, ein gewaltiger Unterschied. Da mussten wir uns fügen und wurden belohnt durch ein schnelles Vorankommen… und ein frühes Ankommen in Arklow. Dort trafen wir auf Christina und Edgar, die mit ihrer Bolero schon hier lagen. Wir hatten uns über Segelfreunde und auf social media kennengelernt und gegenseitig unsere Reisen verfolgt. Jetzt lernten wir uns endlich offline kennen und hatten in dem wunderbaren OLD SHIP INN einen geselligen letzten Abend in Irland.
Nach drei Segeltagen und zwei durchsegelten Nächten erreichten wir Land’s End. Diesmal hatten wir einen guten Blick auf die Klippen vom Wasser aus. In Newlyn angekommen gönnten wir uns ein leckeres Essen in der MACKEREL SEAFOOD BAR Fünf junge Leute, schätzungsweise keiner älter als 25 Jahre, zauberten hervorragende Gerichte in einer Miniküche. In Padstow hatten uns Segler davon erzählt. Sie hatten nicht übertrieben.
5 Gedanken zu „Irische See“
Als Angehöriger der Generation Flipper faszinieren mich Delfine und ich kann mich gar nicht sattsehen an dem Video!
Weiterhin Gute Fahrt…
Das klingt alles sehr abenteuerlich und anstrengend. Ich habe größten Respekt vor Eurer Leistung und gebe Michael Recht. Aber warum sollen wir Alten es den Jungen nicht auch mal zeigen.
Die gesellige Begleitung von Delphinen ist immer wieder faszinierend zu sehen.
Kommt gut nachhause.
Am besten gefällt mir das Video mit den Delphinen….:)
Was non ich froh, wenn Ihr wieder da seid! Solchd Abenteuer sollte man 30-jährigen überassen! Und gerade „Hacksee“ braucht man doch wohl gar nicht! Andererseits werde ich Deine Reiseberichte echt vermissen, liebe Babsi! … und freue mich auf den Abend am 29. August zu „all about Joel“ im Biergarten. Werde frühzeitig einen schönen Tisch für uns sichern!
Eigentlich wollte ich gerade aus der Tür raus, aber dann habe ich gesehen, dass ihr geschrieben habt und schon setze ich mich hin und lese. Euren Berichte sind immer so faszinierend, dass ich ständig Gänsehaut habe vor Faszination.
Bei uns auf dem Platz TC Blau-Gelb findet zur Zeit die „Bonn Open“ statt mit hochkarätigen Weltklasse-Spielern. Unglaublich wie die auf due Bälle kloppen.
Gestern war sogar Dirk Nowitzki da.
Aber nun zurück zu eurer Reise, die ja wirklich so aufregend war…habt ihr manchmal auch Angst? Denn, wenn man immer mehr den Gezeiten ausgesetzt ist und es nicht enden will…..
Okay, Angst ist kein guter Begleiter.
Einerseits freue ich mich, wenn ihr wieder hier seid, andererseits werden mir eure Berichte fehlen. Aber wie ich euch kenne, plant ihr schon wieder eine neue Reise.
Für heute: „Schiff ahoi!“ und für mich „Aufschlag Ass“, zumindestens als Zuschauer.
Fühlt euch ❤️lich umarmt, Gisela